Natürlicher Zeckenschutz – was ist gut und hilft Deinem Hund!

Ich finde Zecken einfach nur abstoßend und deshalb habe ich mir schwer überlegt, ob ich das oben gezeigte Foto überhaupt hier veröffentlichen soll. Es ist nicht von mir, sondern von pixabay. aber In einem Fotokalender würde ich es mit Sicherheit nicht aufnehmen. 

Wenn der Frühling kommt, dann geht es auch mit den Zecken wieder los. Sie sind nicht nur lästig und gefährlich, sondern treten auch in Massen auf. Durch ihre Neugier und ihren Bewegungsdrang begeben sich Hunde beinahe täglich ins Zeckenterrain.  

Welche natürlichen Mittel helfen gegen Zecken? 

In den nächsten Absätzen gehe ich näher darauf ein. Ich bin der Meinung, das sich ein Hund auch mal auf der Wiese austoben sollte, oder wie siehst Du das? Dabei gibt es draußen doch so viel neues zu entdecken, und sag deinem Liebling dann mal es soll brav auf den Gehwegen bleiben.

Das kommt überhaupt nicht in Frage. Zecken leben an Waldrändern, Wiesen oder auch Flussufern. Eigentlich kann man davon ausgehen, dass sie überall lauern. Den lästigen Blutsaugern ist ein daher laufender Hund gerade recht, denn Zecken können sich teilweise bis zu zwei Stunden auf die Suche nach der richtigen Stelle begeben, bevor sie tatsächlich zubeißen. Sie saugen das Blut aus ihren Opfern und können dabei ein vielfaches ihres Gewichts annehmen .

Die Zecke selbst ist in den meisten Fällen für den Hund nicht gefährlich, es sind die verschiedenen Krankheitserreger welche die Krankheiten beim Hund übertragen. Eine der häufigsten Krankheiten ist die Borreliose. Beim Menschen werden jedes Jahr mehrere Tausend Fälle registriert. Das ist nicht verwunderlich, denn Experten zufolge trägt im Schnitt etwa jede dritte Zecke Borreliose-Erreger in sich. eine mit Borreliose infizierte Zecke überträgt die Krankheitserreger erst nach 16 – 24 Stunden.

Zecken reagieren vor allem auf Wärme und Geruch. Auch wenn der Biss einer Zecke häufig ohne Folgen bleibt, sind insbesondere Hundehalter in der Pflicht, ihre Tiere vor den lästigen Parasiten zu schützen. Hundebesitzer wenden Präparate zum Zeckenschutz nicht regelmäßig und ausreichend genug an. Zecken findet man oft am Kopf, auf der Brust, im Nacken und an den Schultern des Hundes.

Was kann der Hundebesitzer tun?

Als Hundebesitzer kann ich dir nur sagen, das Du die verschiedensten natürlichen Mittel ausprobieren solltest. Nicht jedes Zeckenmittel schlägt bei jedem Vierbeiner gleichermaßen an. Vorsorge ist besser als Nachsorge: Kümmere dich rechtzeitig um einen Zeckenschutz. Wenn es um die richtige Zeckenabwehr geht, sehen sich viele Hundebesitzer in der Zwickmühle. Es gibt online viele Hinweise auf natürlichen Zeckenschutz für Hunde. Erster Schritt nach einem Spaziergang ist das Absuchen deines Vierbeiners. Versuche mit einem dichten Kamm die Zecken noch vor dem Biss einzufangen.

Deshalb ist das akkurate Untersuchen nach Zecken für alle ein Muss. Entferne Zecken sobald du sie bemerkst. Sollte sich doch schon ein Quälgeist festgebissen haben, dann ist das schonende entfernen mit einer Zeckenzange oder Zeckenkarte der beste Weg. Bevor Du chemische Mittel, wie z.B. ein Zeckenband oder Tabletten einsetzt, solltest Du es erst einmal mit natürlichen Mitteln versuchen.

Welche natürlichen Mittel gibt es?

Kokosöl

Bild von silviarita auf Pixabay

Kokosöl

Wie wirkt eigentlich das Kokosöl? Du solltest wenn möglich BIO natives Öl verwenden. Achte bitte darauf, dass dein Kokosöl mindestens 60% Laurinsäure enthält, denn diese Säure ist genau das was die Zecken nicht mögen. Dass aus der Kokosnuss gewonnene Pflanzenfett ist eines der wenigen natürlichen Mittel, das eine nachweisbare Wirkung gegen Zecken hat.

Die in Kokosöl enthaltene Laurinsäure ist beispielsweise auch in anderen Zeckenschutzmitteln zu finden und äußerst unattraktiv für Parasiten. In Studien wurde bereits nachgewiesen, dass mit Kokosöl behandelte Tiere deutlich weniger von Zecken befallen wurden. Auch ein Selbsttest zeigt, dass Zecken mit Kokosöl eingeriebene Hautstellen meiden oder unmittelbar abfallen. Du kannst Kokosöl auch mit ins Futter einbringen.

Kokosöl ist aber nicht nur gegen Zecken ein echtes Wundermittel, sondern auch im Haushalt eine echte Allzweckwaffe. Bevor Du Gassi gehst, verteile das Kokosöl mit den Handflächen auf dem Körper deines Hundes. Nimm nicht zu viel, ein halber Teelöffel oder noch weniger reichen vollkommen aus. Wichtig ist nur, das Du es regelmäßig anwendest.

Zistrose

Bild von hpgruesen auf Pixabay

Zistrosegewächs

Zistrose gehört zu den Zistrosengewächsen und hat durch die in ihr enthaltenen Polyphenole, eine immunstärkende, entzündungshemmende, antiviral und antimikrobiell wirkende Eigenschaft. Sie wird bereits in der Humanmedizin verwendet und gibt es in Kapsel- oder Teeform. Zistrose wird zur Behandlung von Hauterkrankungen und Durchfall oder zur Immunsystemstärkung eingesetzt und hat sich in speziellen Studien auch als Mittel gegen Zecken bewährt. 

Kleinere Studien haben ergeben, dass Hunde, denen Zistrose verabreicht wurde, kaum noch bis gar nicht mehr von Zecken befallen wurden. Wer also entsprechende Präparate kauft und bei seinem Hund anwenden möchte, sollte das jeweilige Präparat und seine Inhaltsstoffe vielleicht doch besser mit dem Hausarzt absprechen. Wer viel in Wald und auf der Wiese unterwegs ist, sollte mit ein bis zwei Cistus-Kapseln pro Tag ein gutes Ergebnis gegen Zecken und Mücken erzielen können. Da die Zistrose in Kapseln hergestellt werden, können diese zusammen mit dem Futter oder Leckerlies gefüttert werden.

Knoblauch

Bild von Gadini auf Pixabay

Knoblauch

Auch Knoblauch und Bierhefe wird eine positive Wirkung gegen Zecken nachgesagt. Wenn Du deinem Hund Knoblauchgranulat geben möchtest, dann halte dich bitte sorgfältig an die Anweisungen des Herstellers, denn eine erhöhte Menge Knoblauch ist für Hunde giftig. Du kannst Knoblauch der Fütterung zumischen.

Als toxische Dosis beim gesunden Hund wird bei frischem Knoblauch und auch Zwiebeln eine Menge von mehr als 5 g je Kilogramm Körpergewicht bzw. mehr als 0,5 % des Körpergewichts angegeben. Beispiel: Für einen 20 kg schweren Hund könnten Knoblauchmengen ab 100 g (ca. zwei Knollen) gefährlich werden. Generell gilt: Zweimal in der Woche ein Knoblauchzehe ist eher unbedenklich. Wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte, sollte den Hundenapf zur knoblauchfreien Zone erklären.

Bierhefe

Bierhefe ist im Gegensatz zu Knoblauch ungefährlich und eine richtige Wunderwaffe. Die in Bierhefe enthaltenen B-Vitamine sind nicht nur wirksam gegen Zecken, sondern wirken auch verdauungsfördernd und pflegen Haut und Fell Ihres Hundes. Bierhefe ist auch eins der natürlichen Mittel gegen Zecken, die beim Hund eingesetzt werden können. Die Bierhefe wirkt wohl so gut, wegen dem Geruch der enthaltenen B-Vitamine. Hunde, die entsprechend Bierhefe gegessen haben, werden von den Zecken gemieden.

Dazu kommt aber, dass auch Bierhefe den Eigengeruch der damit gefütterten Tiere so verändert, dass Zecken und andere Hautparasiten Abstand halten. Das hat den großen Vorteil, dass die Zecken erst gar nicht versuchen zuzubeißen. Es gibt Bierhefe in Tabletten und Pulverform. Bei einem Hunde Körpergewicht von 10kg solltest Du deinem Hund täglich 1 Teelöffel Bierhefe mit ins Futter rühren oder Du nimmst eine Tablette. Bierhefe gibt es in jedem gut sortierten Futterhandel oder Du kannst es ganz einfach im Internet bestellen.

Teebaumöl

Bild von BelindaNash auf Pixabay

Teebaumöl

Teebaumöl ist ein ätherisches Öl und damit lassen sich beispielsweise Mücken und auch Zecken recht erfolgreich fernhalten. Allerdings gilt dies leider nicht für alle Zecken. Einige Exemplare scheinen sich am Duft des Teebaumöls nicht zu stören – doch letztendlich ist jede einzelne, abgeschreckte Zecke als Erfolg zu verbuchen.

Verschiedene Erfahrungen mit Teebaumöl gegen Zecken zeigen, dass bei ca. der Hälfte der Tiere das Teebaumöl sehr gut gegen Zecken und andere Parasiten hilft. Jedoch bei der anderen Hälfte gar keine Wirkung auftritt. Bei Hunden träufeln Sie ein bis zwei Tropfen verdünntes Öl auf die Nackenpartie. Anders als chemische Präparate zur Parasitenbekämpfung wirkt Teebaumöl schonend und ohne Nebenwirkungen, wenn man sich an die Dosieranweisungen hält. Wichtig: Nicht bei Katzen anwenden!!

Bernsteinhalsbänder

Bild von jurgitamakita auf Pixabay

Bernsteinkette

Der Geruch von Bernstein ist ähnlich einem leicht ätherischen Öls, was auch eine abstoßende Wirkung auf Zecken haben soll. Auch Bernsteinhalsbänder werden im Hinblick auf einen wirksamen Zeckenschutz viel diskutiert. Scheinbar muss es sich bei den Bernsteinen, die für das Halsband verwendet werden, um rohe, ungeschliffene Steine handeln, damit sich der Harzgeruch und die elektrische Aufladung der Steine voll entfalten und gegen Parasiten wirken können. 

Eine Bernsteinkette für Hunde und Katzen soll also eine zweifache Wirkung auf Flöhe und Zecken, ausgelöst durch den harzigen Duft und die elektrostatische Aufladung besitzen. Schaut man sich im Internet genauer um, gehen hier die Meinungen stark auseinander. Du musst selbst entscheiden, was für deinen Vierbeiner am wirkungsvollsten ist. Auf dieser Seite gibt es weitere natürliche Zeckenmittel für Hunde. Schau doch auch dort mal vorbei.

Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat, dann interessiert dich vielleicht auch dieser über Hundebetten freue ich mich. Viele Grüße von Ralph

Hier gehts zurück zum Seitenanfang

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.